Auf welcher Hardware läuft IRONCAD4D optimal?

Generell: IRONCAD4D ist genügsamer als viele andere CAD-Programme und läuft auch vernünftig auf älteren Rechnern (4-6 Jahre). Bei höheren Anforderungen sollte primär der Speicher und in zweiter Linie eine besserer Grafikkarte nachgerüstet werden.

Wenn Sie einen sehr guten CAD-Rechner benötigen, können Sie mit €1500.- bis €2000.- rechnen. Folgen Sie einfach unseren unten stehenden Empfehlungen.

Wenn Sie richtig viel Geld ausgeben möchten, können Sie das gerne. Für € 10.000.- erhalten Sie das absolute High-End System von hp, Dell oder anderen Markenherstellern. Diese Rechner haben dann zwar nicht mehr oder sogar weniger CAD-Leistung, aber eine Menge unnötiger Features.

 


Betriebssystem

Grafik: WindowsWindows 10 wird ab IC4D V2016 unterstützt. Ältere Programmversionen (ab 2012) laufen auf Windows 7 und 8.1 (Professional / Ultimate 64 Bit). Ab V2015 werden 32-Bit Betriebssysteme nicht mehr unterstützt.

Windows XP64 wird weder vom Hersteller noch von Microsoft noch unterstützt, funktioniert aber noch gut (sehr stabil, aber die Treiberunterstützung aktueller Hardware ist schlecht. Vorher prüfen!).


CPU

Foto: CPU

AMD® oder Intel®. Ein Doppelprozessor würde reichen (wenn es das noch gäbe). CPU’s mit vielen Kernen sind für gut parallelisierbaren Programme wichtig. CAD-Programme nutzen jedoch meistens nur einen (!) Kern. Wichtiger als viele Kerne ist also ein hoher CPU-Takt für einen Kern, nicht viele Kerne.

Hier finden Sie Tabellen, um die Leistung verschiedener Prozessoren vergleichen zu können: die Passmark CPU-Charts (speziell Leistung bei einem Kern) und die CPU-Charts von Tomshardware.de.

Aktuelle Empfehlung: i7-7700K (4,2GHz Takt, Turbo Mode 4,4GHz), TDP 95W - höchste Leistung bei sehr vernünftigem Preis-/Leistungsverhältnis (ca. €350). Im Mai 2017 war das die CPU mit der höchsten Performance pro Kern.


RAM

Foto: RAM

 

Die Mindestanforderung für Arbeitsspeicher ist 2 GB. Typisch sind 4-8 GB für Einzelteilkonstruktion und Detailzeichnungen. Für mittlere bis große Modelle (30.000 bis 100.000 Bauteile) empfehlen wir 16 bis 32GB.

Am Speicher sollte nie gespart werden. In Relation zum geringen Preis sind Verzögerungen beim Arbeiten teuer, falls der Rechner anfängt, auszulagern ("swap").


GRAFIK

Foto: GrafikkarteZuerst mal: Es sollte keine Spezial-CAD-Karte sein (das ist mehr ein Marketing-Trick und soll Ihnen helfen, €2000.- und mehr für eine "richtig gute CAD-Grafikkarte" ausgeben zu können).

Eine mittlere Spiele-Karte für €150.- bis €350.- reicht in der Regel gut. Sie sollte sauber mit HOOPS® über Open/GL und Direct/X zusammenarbeiten – das sind die meisten von AMD ATI® (wenig Treiberprobleme) und einige von NVIDIA® (mehr Treiberprobleme). Unsere Supportstatistik weist viele Probleme mit der NVIDIA®M-Serie (Notebooks) und sehr viele Probleme mit der High-End Serie "QUADRO" auf.

Die Liste der getesteten und freigegeben Grafikkarten können Sie hier finden: TechSoft3D Hoops-Grafikkarten.

Die für CAD-Arbeitsplätze speziell empfohlenen Karten (AMD ATI-FireGL + FirePRO und NVIDIA-QUADRO) basieren auf der gleichen oder sehr ähnlicher Hardware wie die Spiele-Grafikkarten, haben jedoch leicht modifizierte Treiber und einen wesentlich höheren Preis (Faktor 5-10). Der Leistungsgewinn ist, gemessen am Mehrpreis, minimal.

Hier mal ein Beispiel für zwei Karten, die eine ähnliche Performance haben; je eine CAD-Spezialkarte, und eine Spiele-Grafikkarte. Die CAD-Karte ist mehr als Faktor 10 teurer!

Grafik: Preisvergleich

Hier finden Sie die Tabellen, um die Leistung verschiedener Grafikkarten ungefähr vergleichen zu können:
Passmark Grafik-Benchmarks (auch Preis/Leistung) und Tomshardware Grafik-Charts.

Natürlich sind alle Benchmarks nur bedingt aussagekräftig für CAD-Anwendungen, da auch Eigenschaften betrachtet werden, die für CAD-Anwendungen nicht wichtig sind.

Dies gilt auch für "CAD Benchmarks": Der Mix im Benchmark versucht, der realen CAD-Anwendung nahe zu kommen, hat aber meistens nur bedingt mit den von Ihnen gesuchten Aufgaben zu tun.

Wichtiger Hinweis für Rechner, Tablets und billige Notebooks (Netbooks): die meisten dieser Geräte kommen nur mit in die CPU integrierten Grafikkarten ("Intel HD-Grafik"). Die HD-Grafik ist für Office-Anwendungen gedacht und eignet sich gut zum Surfen und Ansehen von Videos, aber nicht für CAD. Die HD-Grafikkarten haben Benchmark-Werte von 200 bis 500 - vergleichen Sie diese Werte mit den Werten aus dem obenstehenden Bild).

Achten Sie darauf, dass Sie ein Notebook kaufen, das eine separate Grafikkarte mit mindestens 1 GB eigenem Grafikspeicher (kein "Shared Memory") hat.

Sie haben eine schnelle Grafikkarte, aber es ruckelt und ist langsam? Vermutlich ist statt der leistungsfähigen Grafikkarte die CPU-interne HD-Grafik aktiv. Entweder deaktivieren Sie die HD-Grafik im Gerätemanager oder Sie weisen den leistungshungrigen Programmen die leistungsfähige Grafik explizit zu. Diese Einstellungen finden sich in der Konfiguration der Grafikkarte. Das Arbeiten wird zum Vergnügen!


Festplatte

Foto: Festplatte

Da IRONCAD4D in der Regel Bauteile und Baugruppen in eine einzige Datei speichert, ist bei uns die Festplattenperformance nicht so vordringlich wie bei anderen CAD-Programmen. Nur wenn die aktuelle Szene viele externe Bauteile referenziert oder ein PDM-Programm zur automatischen Versionsverwaltung von großen Baugruppen oder Modellen eingesetzt wird, wird schnelles Lesen und Schreiben ein Thema.

Trotzdem sind SSD-Festplatten eine wahre Freude - lautlos und blitzschnell: Windows 7 bootet in 10 Sekunden und MS Word ist in 1 Sekunde da! Wenn Sie sich für eine SSD entscheiden, sollten Sie 256 bis 512 GB vorsehen und auf hohe Transfergeschwindigkeit achten. Hier können Sie sich schnell eigene SSD-Festplatten heraussuchen: www.heise.de/preisvergleich SSD

Und hier finden Sie Tabellen, um die Leistung verschiedener Festplatten vergleichen zu können: Passmark Festplatten-Charts und Tomshardware Festplatten-Charts.


Netzwerk

Foto: Netzwerkkabel Die Gesamtperformance in Netzwerken mit vielen Anwendern auf einem Server ist natürlich stark von der Qualität der Infrastruktur abhängig. Hier helfen über Switches getrennte, schnelle lokale Netzwerke für jedes Konstruktionsteam und eine sehr gute Festplatten-Performance auf dem Server. Aktive Netzwerkkarten im Server können viele parallele Zugriffe auf den Server in einem Team beschleunigen (achten Sie darauf, dass Sie Komponenten verwenden, die Jumbo-Frames unterstützen und schalten Sie diese auch im Switch ein). So sollten Sie eine Performance von 70-80 MB/s erreichen können.

Wer mehr Performance sucht und dafür etwas Geld ausgeben will, kann eine 10GBit Infrastruktur einrichten. Eine Ethernet-Karte im CAD-Rechner kostet derzeit €175,- bis €250.- (einige wenige Mainboards haben bereits einen 10GBase-T Anschluß), ein Switch für 8 Ports ist ab €650.- zu haben. Die Kabel müssen dann aber Cat6a oder Cat7 sein und die Entfernungen sollten kurz bleiben (10 bis max. 50-100m, testen!).

Noch eine Preisstufe höher liegen Komponenten für Glasfaserverkabelung (Stichwort: 10GBASE-SR oder 10GBASE-LR, bis 10km). Die Anschlußtechnik SFP+ bietet eine höhe Flexibilität, dann sind gemischte Verkabelungen (verschiedene Glasfasertypen) möglich.

Alternativ können Sie lokal arbeiten und nur noch am Tagesende auf das Netzwerk speichern. Mit einer automatischen Spiegelung oder einem automatischen Backup in der Nacht bleibt auch ein langsameres Netzwerk akzeptabel schnell.

 


Unser Service für Kunden

Grafik: grüner OK-Haken Wenn Sie eine neue Hardware anschaffen möchten, können Sie uns vorab das Rechner-Angebot zusenden. Wir beurteilen dann, ob die Ausstattung ausgewogen ist und geben ggf. Hinweise für sinnvolle Verbesserungen/Ersparnisse.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Konfiguration zusammenstellen können. Dies kann am besten Ihr Hardware-Partner mit den Informationen aus dieser Seite - leiten Sie den Link dieser Seite einfach an ihn weiter.

Gerne arbeiten wir mit Ihrem Hardware-Partner zusammen bei der geeigneten Auswahl der Komponenten aus dem bei ihm verfügbaren Programm.


Ein letzter Tipp

Hardware ok, aber trotzdem Geschwindigkeitsprobleme beim Lesen/Schreiben?  Einige unserer Kunden haben von geringer Lese- und Schreibperformance berichtet. Manchmal ist daran eine falsche Konfiguration der Antiviren-Lösung schuld, die sich als Bremser in .ics und .icc Dateien einklinkt, obwohl hier kein ausführbarer Code, sondern ausschließlich Daten vorhanden sind. Manche Kunden haben zudem noch mehrere Antivirenprogramme gleichzeitig aktiv, die sich eventuell gegenseitig behindern.

Schalten Sie testweise Ihre Antivirenlösung(en) aus und testen Sie, ob die Arbeit jetzt schneller funktioniert.

Und nun viel Erfolg!

 

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